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SCHWIMMHALLEN - PLANUNGSHILFEN |
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Rohrsysteme und Armaturen
Die Verrohrung von Wasserattraktionen besteht ebenso wie bei der
Beckenwasseraufbereitung aus korrosionsfestem thermoplastischen Kunststoff. Die
Rohrdimensionierung hat unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten zu erfolgen. Bei
der Pumpendruckleitung ist eine Fließgeschwindigkeit von ca. 1,5 m/sec. bis DN 100 und
darüber hinaus bis ca. 2,8 m/sec. wirtschaftlich sinnvoll.
Bei der Dimensionierung der Saugleitung ist darauf zu achten,
dass der
Querschnitt groß genug ist, damit keine zerstörenden Kavitationserscheinungen an der
Pumpe auftreten. Die Fließgeschwindigkeit sollte daher nicht wesentlich 1 m/sec.
übersteigen.
Als funktionssichere und kostengünstige Absperrungen werden bis DN 50
Kunststoff-Kugelhähne verwendet, darüber Absperrklappen mit Rastergriff zum
Flanschzwischenbau ebenfalls aus Kunststoff oder aus Metallwerkstoff mit
Hartgummiauskleidung. Für automatische Betriebsfunktionen gibt es die vorgenannten
Armaturen mit zusätzlichen Elektro-Stellmotoren oder Drehantrieben mit pneumatischer bzw.
hydraulischer Hilfsenergie.
Sind Rückflussverhinderer erforderlich, wie z. B. bei mehreren Pumpen,
lassen sich bis zu einem Volumenstrom von 35 m³/h PVC-Schrägsitz-Rückschlagventile
verwenden. Bei größerer Förderleistung haben sich wegen der geringen Einbaumaße
Rückschlagklappen Typ Disco zum Flanschzwischenbau bewährt.
Bei Wasserattraktionseinrichtungen kann während längerer
Stillstandszeiten das stagnierende Wasser im Rohrsystem verkeimen und dadurch das
Beckenwasser hygienisch erheblich belasten. Um einer solchen Verkeimungsgefahr
entgegenzuwirken, ist besonders bei größeren Anlagen eine Zwangslaufschaltung für die
Umwälzpumpen über ein Zentralrelais bzw. uhr sinnvoll. Es besteht auch die
Möglichkeit, einen geringen desinfektionsmittelhaltigen Teilstrom von der gechlorten
Reinwasser-Filterumwälzleitung über einen geregelten Bypass zur Zwangsdurchströmung in
das Rohrsystem der Wasserattraktionen zu führen. Zur Einregulierung und für
Reparaturzwecke sollten Saug- und Zulaufleitungen unmittelbar am
Beckenanschluss sperrbar
sein.
Autor: Christoph Saunus
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