Schwimmhallen sicher ausbauen

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Für's eigene Schwimmbad

SCHWIMMHALLEN - PLANUNGSHILFEN

Planungskriterien von Schwimmbad-Wasserattraktionen

Pumpenaggregate richtig dimensionieren

Für Wasserattraktionen verwendet man in der Regel standardisierte Schwimmbad-Umwälzpumpen, da sie die hohen Anforderungen hinsichtlich der Korrosionsbeständigkeit und der Förderhöhe bis ca. 2 bar und Förderleistungen bis max. 400 m³/h erfüllen. Da die Pumpen nicht selbstansaugend sind, sollten sie unter der Wasseroberfläche bzw. unter dem Mindestwasserstand angeordnet sein. Vor Inbetriebnahme sind Umwälzpumpen ausreichend zu entlüften, da Gleitringdichtungen bei Trockenlauf sehr schnell zu Undichtigkeiten neigen.

Zum Schutz gegen große Verunreinigungen haben Pumpen mit sehr großer Leistung entweder einen integrierten Haar- und Fasernfänger wie bei den Blockpumpenaggregaten, oder einen separaten Grobfilter, wie z. B. bei horizontalen Normpumpen.

Die erforderliche Förderleistung (Fördervolumen und Förderhöhe) richtet sich nach der jeweiligen Wasserattraktion. Sie sollte jedoch im Hinblick auf die späteren Betriebskosten nicht aus Gründen der Unsicherheit zu groß ausgelegt sein. Leider gibt es immer noch handelsübliche Wasserattraktionen ohne konkrete hydraulische Angaben, wie z. B. Fördervolumen in m³/h und Mindest-Auslaufdruck in bar. Häufig bleiben dann nur die Möglichkeiten der Energievergeudung durch Drosselung oder Installation einer Bypassleitung, sowie der Einbau einer Pumpen-Drehzahlregelung. fluvo11.jpg (22183 Byte)

Um Investitions- und Betriebskosten zu sparen, besteht die Möglichkeit, mit einer entsprechend großen Pumpeneinheit mehrere Wasserattraktionen gleichzeitig oder mit einer automatischen Armaturenschaltung wechselseitig zu betreiben. Voraussetzung ist allerdings eine in etwa gleiche Förderhöhe der einzelnen Attraktionen, sie liegt in der Regel bei ca. 2 bar, und eine Abstimmung der erforderlichen Wassermenge der gleichzeitig in Betrieb befindlichen Attraktionen mit dem Fördervolumen der Umwälzpumpen. Die automatische Armaturenumschaltung darf aufgrund der sonst auftretenden Druckstöße generell nur bei Pumpenstillstand erfolgen.

Die o. g. Wechselschaltung ist auch unter dem Aspekt der Schwimmbad-Norm DIN 19643 für öffentliche Schwimmbäder z. B. in Hotels interessant. Denn die Norm verlangt für alle gleichzeitig in Betrieb befindlichen Wasserattraktionen, mit Ausnahme von Strömungskanälen, 6 m³/h zusätzliches Filterumwälzvolumen.

Zur Pumpenaufstellung folgendes:

Die Elektromotoren der Pumpen sind zwar spritzwassergeschützt, auf Dauer jedoch nicht beständig gegenüber hoher Luftfeuchtigkeit. Der Aufstellungsort sollte daher trocken und mit einer Entwässerung versehen sein. Kleine, zu Feuchtigkeit neigende Räume oder Schächte müssen entweder eine funktionierende statische Be- und Entlüftung haben, oder an eine vorhandene mechanische Lüftung mit angeschlossen werden. Die Pumpen sind generell elastisch, d. h. Körperschall entkoppelt aufzustellen. Dieses gilt selbstverständlich auch besonders für Luftgebläse.

Autor: Christoph Saunus

"fluvo" ist das Markenzeichen der Firma Schmalenberger GmbH + Co
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30.07.2010