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SCHWIMMHALLEN - PLANUNGSHILFEN |
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Luftperleinrichtungen mit
Whirlpool-Effekt
Luftperleinrichtungen eignen sich hervorragend zum Einbau im
Beckenboden, sowie in Unterwassersitz- und ergonomisch geformten Liegebänken. Die
pulsierende Luft-Wasserströmung ist ähnlich wie beim Warmsprudelbecken (Whirlpool) sehr
gesundheitsfördernd, da sie den Kreislauf anregt und durch die wohltuende
Ganzkörpermassage im fast schwerelosen Zustand besonders wirksam die verspannte
Muskulatur lockert.
Der sogenannte "Whirl-Effekt" wird dadurch erzeugt,
dass die
komprimierte Luft auf dem Weg zur Wasseroberfläche den aufgestauten Druck an das Wasser
überträgt, gleichzeitig der Druck im Luftkanalsystem abfällt, um sich anschließend
wieder aufzubauen. Demzufolge ist die Massagewirkung unmittelbar unter der
Wasseroberfläche am stärksten und direkt über dem Luftaustritt am schwächsten.
Das Luftkanalsystem innerhalb der Beckenkonstruktion kann aus einem
einbetonierten Kunststoff-Verteilerrohr mit Luftdüsen, einem handelsüblichen
Edelstahl-Düsengehäuse 750 x 750 mm oder auch aus einem Rahmen mit 500 x 500 mm großer
PVC-Abdeckung und ca. 1.000 Bohrungen 4 mm in Verbindung mit handelsüblichen
Rohrdurchführungen bestehen. Die Luftverteilung erfolgt dann wie bei den
Beckenwassereinläufen innerhalb der korrosionsbeständigen Rahmenkonstruktion.
Vorsicht bei der Bestimmung der Gebläseleistung, denn hier gilt die
Devise: "Weniger ist mehr." Ist nämlich die Luftleistung zu groß, wird der
Wasseraustrag aus den Becken ebenfalls unverhältnismäßig groß. Bei einer
Überlaufrinne schafft es dann der Schwallbehälter nicht mehr, die Wassermassen
kurzzeitig aufzunehmen. Die Leistung des Gebläses beträgt bei einer Luftbodenplatte mit
bis zu ca. 1.000 Luftaustritten mit 3 4 mm Ø:
Luftmenge ca. 120 m³/h
max. Überdruck 250 180 m bar
Motorleistung ca. 1 kW
Da diese Gebläseleistung auch für Whirlpool-Einrichtungen
ausreicht, ist eine kostengünstige Wechselschaltung zwischen der Luftperleinrichtung und
dem Whirlpool denkbar.
Eine nachträgliche Luftvolumenstrom-Drosselung ist hingegen nur
bedingt möglich, da sich durch den Energieeintrag des Gebläses in Form von
unverhältnismäßiger Lufttemperaturerhöhung weit über 60° C nach kurzer Betriebszeit
das PVC-Rohr durch Überhitzung verformt. Dieses lässt sich durch den zusätzlichen
Einbau eines Druckbegrenzungsventils, erhältlich beim Kompressorhersteller, jedoch
vermeiden. Außerdem ist vor dem Rohr-Beckeneintritt eine Entleerung für das Rohrsystem
vorzusehen, um z. B. Chemikalien bei der Beckenreinigung abzuleiten. Bei einem
Schwimmbecken mit Überlaufrinne muss der Schwallbehälter in Verbindung mit einem
Luftbodensprudler mindestens 4 m³ betragen; andernfalls schafft er es nicht, den
kurzzeitigen Wasserausfall aufzunehmen.
Als Luftgebläse kommen Seitenkanalverdichter zum
Einbau, da sie wartungsfrei, durch integrierte Schalldämpfer geräuscharm und außerdem
für Dauerbetrieb geeignet sind. Es besteht zusätzlich die Möglichkeit, einen
Vorsatzfilter zum Reinigen der angesaugten Luft einzubauen. Der Aufstellungsort des
Verdichters sollte staubfrei, trocken, geruchsfrei und temperiert sein. Wie die Praxis
zeigt, ist der Einbau handelsüblicher Luftvorerwärmer mit ca. 1,5 kW Leistung nur in
Sonderfällen bei einer Luftansaugung aus kalten Räumen erforderlich.
Zum Schutz des Verdichters gegen Beckenwasser ist die Gebläseleitung
aus PVC DN 50 ca. 50 cm über den höchsten Beckenwasserstand zu führen. Um eine evtl.
Verkeimung des Luftkanalsystems durch stagnierendes Wasser zu verhindern, sollte dieses,
in Anlehnung an die Norm, von Zeit zu Zeit mit Reinwasser desinfiziert, bzw. durch eine
kurzzeitige Zwangsschaltung einmal täglich Stagnationswasser aus dem System entfernt
werden.
Autor: Christoph Saunus
"fluvo" ist das Markenzeichen der Firma
Schmalenberger GmbH + Co
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