Schwimmhallen sicher ausbauen

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Für's eigene Schwimmbad

SCHWIMMHALLEN - PLANUNGSHILFEN

Planungskriterien von Schwimmbad-Wasserattraktionen

Luftperleinrichtungen mit Whirlpool-Effekt

fluvo5.jpg (31506 Byte)Luftperleinrichtungen eignen sich hervorragend zum Einbau im Beckenboden, sowie in Unterwassersitz- und ergonomisch geformten Liegebänken. Die pulsierende Luft-Wasserströmung ist ähnlich wie beim Warmsprudelbecken (Whirlpool) sehr gesundheitsfördernd, da sie den Kreislauf anregt und durch die wohltuende Ganzkörpermassage im fast schwerelosen Zustand besonders wirksam die verspannte Muskulatur lockert.

Der sogenannte "Whirl-Effekt" wird dadurch erzeugt, dass die komprimierte Luft auf dem Weg zur Wasseroberfläche den aufgestauten Druck an das Wasser überträgt, gleichzeitig der Druck im Luftkanalsystem abfällt, um sich anschließend wieder aufzubauen. Demzufolge ist die Massagewirkung unmittelbar unter der Wasseroberfläche am stärksten und direkt über dem Luftaustritt am schwächsten.

Das Luftkanalsystem innerhalb der Beckenkonstruktion kann aus einem einbetonierten Kunststoff-Verteilerrohr mit Luftdüsen, einem handelsüblichen Edelstahl-Düsengehäuse 750 x 750 mm oder auch aus einem Rahmen mit 500 x 500 mm großer PVC-Abdeckung und ca. 1.000 Bohrungen 4 mm in Verbindung mit handelsüblichen Rohrdurchführungen bestehen. Die Luftverteilung erfolgt dann wie bei den Beckenwassereinläufen innerhalb der korrosionsbeständigen Rahmenkonstruktion.

Vorsicht bei der Bestimmung der Gebläseleistung, denn hier gilt die Devise: "Weniger ist mehr." Ist nämlich die Luftleistung zu groß, wird der Wasseraustrag aus den Becken ebenfalls unverhältnismäßig groß. Bei einer Überlaufrinne schafft es dann der Schwallbehälter nicht mehr, die Wassermassen kurzzeitig aufzunehmen. Die Leistung des Gebläses beträgt bei einer Luftbodenplatte mit bis zu ca. 1.000 Luftaustritten mit 3 – 4 mm Ø:

Luftmenge ca. 120 m³/h
max. Überdruck 250 – 180 m bar
Motorleistung ca. 1 kW

fluvo15.jpg (28202 Byte)Da diese Gebläseleistung auch für Whirlpool-Einrichtungen ausreicht, ist eine kostengünstige Wechselschaltung zwischen der Luftperleinrichtung und dem Whirlpool denkbar.

Eine nachträgliche Luftvolumenstrom-Drosselung ist hingegen nur bedingt möglich, da sich durch den Energieeintrag des Gebläses in Form von unverhältnismäßiger Lufttemperaturerhöhung weit über 60° C nach kurzer Betriebszeit das PVC-Rohr durch Überhitzung verformt. Dieses lässt sich durch den zusätzlichen Einbau eines Druckbegrenzungsventils, erhältlich beim Kompressorhersteller, jedoch vermeiden. Außerdem ist vor dem Rohr-Beckeneintritt eine Entleerung für das Rohrsystem vorzusehen, um z. B. Chemikalien bei der Beckenreinigung abzuleiten. Bei einem Schwimmbecken mit Überlaufrinne muss der Schwallbehälter in Verbindung mit einem Luftbodensprudler mindestens 4 m³ betragen; andernfalls schafft er es nicht, den kurzzeitigen Wasserausfall aufzunehmen.

Als Luftgebläse kommen Seitenkanalverdichter zum Einbau, da sie wartungsfrei, durch integrierte Schalldämpfer geräuscharm und außerdem für Dauerbetrieb geeignet sind. Es besteht zusätzlich die Möglichkeit, einen Vorsatzfilter zum Reinigen der angesaugten Luft einzubauen. Der Aufstellungsort des Verdichters sollte staubfrei, trocken, geruchsfrei und temperiert sein. Wie die Praxis zeigt, ist der Einbau handelsüblicher Luftvorerwärmer mit ca. 1,5 kW Leistung nur in Sonderfällen bei einer Luftansaugung aus kalten Räumen erforderlich.

Zum Schutz des Verdichters gegen Beckenwasser ist die Gebläseleitung aus PVC DN 50 ca. 50 cm über den höchsten Beckenwasserstand zu führen. Um eine evtl. Verkeimung des Luftkanalsystems durch stagnierendes Wasser zu verhindern, sollte dieses, in Anlehnung an die Norm, von Zeit zu Zeit mit Reinwasser desinfiziert, bzw. durch eine kurzzeitige Zwangsschaltung einmal täglich Stagnationswasser aus dem System entfernt werden.

Autor: Christoph Saunus

"fluvo" ist das Markenzeichen der Firma Schmalenberger GmbH + Co
Im Schelmen 9-11, 72072 Tübingen
Telefon: 07071/7008-0 Telefax: 07071/7008-10

 


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04.02.2012