|
 |
SCHWIMMHALLEN - PLANUNGSHILFEN |
 |
Massageanlagen gegen
Verspannungen
In Schwimmbädern sind die Anforderungen an stationäre
Unterwasser-Massageanlagen hinsichtlich der physikalisch-therapeutischen Massagewirkung
nicht unbedingt mit medizinischen Einrichtungen vergleichbar. Sie sollen und können
dieses auch nicht sein, da weder die Wassertemperatur im Schwimmbad selbst ausreicht
für medizinische Massagen sind ca. 36°C erforderlich noch sind gezielte
medizinische Massagen ohne Anleitung von geschultem Personal sinnvoll. Außerdem werden
zur medizinischen Unterwasser-Massageanwendung Pumpen mit stufenlos einstellbarem
Wasserdruck zwischen 3,0 und 6,0 bar benötigt.
Zur allgemeinen Körpermassage und bei leichten Verspannungen wird der
durch die Düsen erzeugte kräftige Wasserstrahl vom Badenden als sehr angenehm empfunden,
und Unterwasser-Massageeinrichtungen daher auch sehr intensiv genutzt. In öffentlichen
Bädern sollte der Düsenabstand ³ 1,00 m betragen und die
Massagedüsen selbst fest arretiert sein, um ein evtl. unsachgemäßes Verstellen zu
verhindern.
Zur bequemen Unterwassermassage an verschiedenen Körperregionen wird
bei einer Beckenwassertiefe von 1,35 m empfohlen, die Düsen in unterschiedlichen Höhen
von ca. 25 bis 60 cm unter der Wasserfläche anzuordnen, evtl. auch im Wadenbereich.
Massagedüsen sind in beruhigten Beckenbereichen, wie Sitz- oder Liegebänken bzw.
mulden, besonders beliebt.

Bei konventionellen Anlagen haben die Kunststoffmassagedüsen mit
Gewindeanschluss DN 50 konische 8 12 mm kalibrierte Düsen und außerhalb des
Beckens je einen separaten PVC-Kugelhahn DN 50 zum Einregulieren, bzw. Eindrosseln des
Wasservolumens.
| Unterwasser-Massageeinrichtungen benötigen ein wesentlich geringeres Wasservolumen
als Gegenstromschwimmanlagen. Um eine bestimmte Massagewirkung zu erzielen, ist jedoch ein
höherer Fließdruck erforderlich. Für eine Anlageeinheit mit 6 Massagedüsen wird bei
einem Wasserdrucksatz von ca. 5 m³/h je Düse eine Pumpenleistung von ca. 30 m³/h mit
ca. 2 bar Förderhöhe und 5,5 kW Motorleistung benötigt. Im Gegensatz
zu den o. a. Schwimm- und Badebecken wählt man bei Therapie-, bzw. Bewegungsbecken
Pumpenförderhöhen zwischen ca. 3 3,5 bar; hierdurch erhöht sich die
Motorleistung dann auf 11 kW.
|
 |
Es gibt die Unterwasser-Massageanlagen zwischenzeitlich auch als
handelsübliche Kompakteinheiten für private und öffentliche Bäder. Für gezielte
Massagen mit 3 bis 5 in unterschiedlichen Höhen, bzw. Reflexzonen (z. B. von den
Fußsohlen bis zu den Nackenwirbeln) angeordneten Düsen beträgt die
Pumpen-Leistungsaufnahme ca. 3,5 kW. Bei gleicher Pumpenleistung lässt sich mit zwei
Spezialdüsen ein breitflächiger, weicher und sauerstoffreicher Strahl erzeugen, zur
gefäßschonenden Behandlung großer Muskelgruppen wie z. B. Rücken, Gesäß und
Oberschenkelmuskulatur.
Autor: Christoph Saunus
"fluvo" ist das Markenzeichen der Firma
Schmalenberger GmbH + Co
Im Schelmen 9-11, 72072 Tübingen
Telefon: 07071/7008-0 Telefax: 07071/7008-10
|