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Für's eigene Schwimmbad

SCHWIMMHALLEN - PLANUNGSHILFEN

Planungskriterien von Schwimmbad-Wasserattraktionen

Gegenstrom-Anlage für sportliches Schwimmen

fluvo12.jpg (23236 Byte)Gegenstrom-Schwimmanlagen bieten als individuelle Fitnesseinrichtung dem Badegast die Möglichkeit des bewegungsaktiven, sportlichen Schwimmens innerhalb eines bestimmten Beckenbereiches. Sie wurden ursprünglich für Kleinschwimmbäder entwickelt und sind zwischenzeitlich die wohl bekannteste Zusatzeinrichtung.


Bei öffentlichen Schwimmbädern ordnet man Gegenstromanlagen außerhalb des normalen Schwimmbereiches an, um nicht andere Badbenutzer zu behindern. Handelsübliche Kompakt-Einheiten gibt es mit einer oder zwei Einlaufdüsen auch in Kombination mit einer Bodenfontäne. Die Betätigung der Anlage erfolgt im Privatbereich direkt vom Becken aus über ein pneumatisches Bedienungselement.

Die Pumpenaggregate haben bei einer Düse eine Fördermenge von 40 m³/h bei 3,0 kW Motorleistung, bei zwei Düsen ca. 70 m³/h = 4,0 kW.

Werden mehrflutige Gegenschwimmeinrichtungen gewünscht, ist es in der Regel kostengünstiger, eine gemeinsame entsprechend große Förderpumpe mit dazugehöriger Verrohrung zu installieren.

saunus_1.jpg (22425 Byte)Es können die in der Beckenwasseraufbereitung üblichen Einlaufdüsen verwendet werden. Die Düsen sind ca. 30 cm unter der Wasseroberfläche anzuordnen und haben zum Einregulieren außerhalb des Beckens jeweils einen Kunststoff-Kugelhahn DN 50. Durch die horizontale Anordnung von zwei anstelle von einer Gegenstromdüse im Abstand von ca. 35 cm wird eine Stabilisierung der Schwimmanlage erreicht. Um ein behinderungsfreies Schwimmen zu gewährleisten, sollte der Abstand zwischen Gegenstromeinrichtungen nicht unter 3 m und der seitliche Abstand zur Beckenwand nicht unter 1,50 m betragen.

Es besteht die Möglichkeit, durch Luftzusatz dem Wasserstrahl die Härte zu nehmen. Diesen Effekt macht man sich häufig bei Gegenstrom-Schwimm- bzw. Massageanlagen oder Bodensprudlern zunutze. Entweder hat jede Düse einen separaten Luftinjektor, oder in der gemeinsamen Hauptzuleitung ist ein Injektor installiert, der nach dem Venturiprinzip selbsttätig atmosphärische Luft ansaugt. Befindet sich die Luftansaugstelle unter der Beckenwasserfläche, muss in der Saugleitung eine Rückflusseinrichtung installiert sein, damit bei Stillstand der Anlage kein Beckenwasser ausläuft. Da Rückflussverhinderer störanfällig sind, ist es sinnvoll, die Luftansaugung entweder über der Wasserfläche zu führen oder direkt in der Überlaufrinne, unmittelbar unter den Abdeckrosten mit einem Bogen endend.

Einige Hygieniker haben, aufgrund der in jüngster Zeit in die Diskussion gekommenen Haleforme im organisch belasteten Schwimmbadwasser, Bedenken gegenüber der bisher in der Praxis bewährten Luftansaugung aus dem wasseroberflächennahen Bereich. Haleforme sind leichtflüchtige, halogenierte Kohlenwasserstoffe, die durch Einwirkung von Desinfektionsmittel auf Chlorbasis entstehen. Sie sollen angeblich das Schwimmbadwasser mit Chloroform und dessen bromierten Substitutionsprodukten belasten. Man vermutet, dass es durch die Luftansaugung unmittelbar von der Wasseroberfläche über den Attraktionswasserzulaufstrom zu einer unerwünschten Gaskonzentrationsanreicherung im Beckenwasser, bzw. über der Wasserfläche kommt.

Die Leistung der Gegenstrom-Umwälzpumpe beträgt pro Beckeneinlauf ca. 30 – 40 m³/h, bei 1 – 1,3 bar Förderhöhe. Bei 3 Gegenstrom-Schwimmdüsen ergibt sich somit eine Pumpenleistung von ca. 5,5 kW.

Autor: Christoph Saunus

"fluvo" ist das Markenzeichen der Firma Schmalenberger GmbH + Co
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04.02.2012