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MAGAZIN

Wellness

 
Mehr Fitness durch Wasser-Gymnastik

Wer sich seine Gesundheit erhalten will, braucht Bewegung. Als ideal für Kreislauf und Muskulatur gilt die Bewegung im Wasser. Dank des Wasserauftriebs werden Sehnen, Wirbelsäule und Gelenke geschont. Das spezifische Gewicht des Wassers senkt das des Körpers auf ein Zehntel. So ist Aqua-Fitness auch für übergewichtige Menschen als sportliche Betätigung gut geeignet.

Ein weiteres Argument spricht für die Bewegungsprogramme im nassen Element: Das flüssige Medium dämpft alle ruckartigen Bewegungen, die zu Verletzungen führen können. Stoß- und Erschütterungsbelastungen wie beim Joggen auf der Straße entfallen. Deshalb hat sich Wassergymnastik in der Rehabilitation bei Muskel- und Sehnenverletzungen sowie im Behindertensport längst bewährt.

Der Spaß im nassen Element ist noch aus weiteren Gründen gesund: Haut und Bindegewebe bekommen eine straffende Massage. Die Blutgefäße bleiben elastisch und können ihre Spannkraft besser erhalten, denn sie ziehen sich im Wasser zusammen. Das wiederum hat zur Folge, dass mehr Blut zum Herzen zurückströmt, der Herzmuskel dadurch weniger pumpen muss und der Kreislauf gestärkt wird. Außerdem kräftigt Aqua-Gymnastik die Atemmuskulatur, weil im Wasser der Brustkorb zusammengedrückt wird.

Das ausdauerbetonte Training ist nicht nur körperschonender als das Laufen auf Asphalt, sondern zudem effektiver: Dreißig Minuten im Wasser erfordern genauso viel Power wie eineinhalb Stunden auf der Straße. Das liegt vorwiegend daran, dass man gegen den Wasserwiderstand arbeitet. Der Aquasportler verbraucht aber auch schon deshalb mehr Energie als zu Lande, weil die Wärmeableitung des Körpers, durch die man abkühlt, im Wasser viel stärker ist als an der Luft.

Moderne Trends und Hilfsmittel

Als intensive und ganzheitliche Fitness-Übung gilt das Aqua-Jogging. Dabei läuft der Übende mit oder ohne zusätzliche Auftriebsweste durch das tiefe Wasser und trainiert dabei fast alle Muskeln in Kraft und Ausdauer.

Etwas vielseitiger als Wasserjogging ist Aquarobic. Aktive hüpfen, schaufeln, kicken und steppen nach mehr oder weniger modernen Rhythmen. Dabei kommen auch vermehrt Hilfsmittel zum Einsatz. Spezial-Gummischuhe (Surfwalker) sorgen für festen Stand. Handschuhe mit Schwimmhäuten und Schuhe erhöhen den Wasserwiderstand und fordern damit die Muskeln stärker.

Nicht ganz so dynamisch geht es beim Aqua-Power-Training zu, bei dem vor allem auf Muskelaufbau gesetzt wird. Deshalb werden genau wie im Bodybuildingstudio Hanteln, sogenannte Bells, verwendet. Auch hier bestimmt die Anzahl der Übungswiederholungen den Schwierigkeitsgrad.

Wasserfitness ist dank der Übungsvielfalt nahezu für alle geeignet. Wer aber einen hohen Blutdruck oder Herz-Kreislauf-Probleme hat, sollte vorher einen Arzt befragen. Auch bei akuten Infekten, Entzündungen oder Hautkrankheiten ist Vorsicht geboten. Mehr Infos zu Aqua-Fitness und Übungstipps liefert das Buch "Wassergymnastik" (rororo Sport).

 

 


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04.02.2012