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Für's eigene Schwimmbad

MAGAZIN

Wellness

 
Das Klima in Sauna und Dampfbad

Das Klima eines Heiß- oder Warmluftbades bildet die wichtigste Grundlage für die Aufenthaltsdauer und für die gesundheitliche Wirkung. Die Breite der Klimate heute bekannter Luftbäder reicht vom gemäßigt temperierten Dampfbad mit sichtbarem Nebel bis zur Sauna mit hoher Temperatur und geringer Luftfeuchte. Bereits 400 Jahre vor Christi Geburt wurden in verschiedenen Regionen Europas unterschiedliche Warmbadeformen gepflegt. So lassen sich Warmluftbäder nach folgenden Kriterien unterscheiden:

Russisches Bad: Bagna
Einraumbad mit hoher Luftfeuchtigkeit (Nebelbildung) und Raumtemperaturen von 40 – 47° C, höchstens 50° C. Die Befeuchtung des Raumes wird durch Begießen der heißen Ofensteine erreicht.

Modernes Dampfbad
Bei Temperaturen von 40 – 48° C sorgt ein Dampf-Generator für permanent hohe Luftfeuchtigkeit (Nebelbildung). Der Baderaum ist aus Kunststoff gefertigt oder massiv gemauert und mit Fliesen belegt. Im Raum sind Ein- oder Zweistufenbänke angeordnet.

Irisches Bad
Hier handelt es sich um ein Feucht-Warmluftbad mit besonderer Frischluftversorgung und daher kaum Nebelbildung. Die Temperatur beträgt 50 – 55° C.

Russisch-Römisches Bad
Ein Mehrraumbad mit hintereinanderliegenden Warmlufträumen (54° C, geringe Luftfeuchte), Heißluftraum (68° C, geringe Luftfeuchte) und Dampfraum (etwa 45 – 48° C, Nebel). Die nacheinander zu benutzenden Räume werden ergänzt um bis zu 3 Warmwasserbecken (verschiedene Temperaturen: 28°, 34°, 36° C), die gleichfalls nacheinander aufgesucht werden. Diese aufwendig gebauten Kombinationsbäder wurden um etwa 1900 in Deutschland eingeführt.

Finnische Sauna
Ein aus Holz gefertigtes Einraumbad mit hoher Raumtemperatur (80 – 100° C an der Decke) und geringer Luftfeucht (ca. 15 %). Der Baderaum hat 2 oder 3 aufsteigende Stufenbänke und einen Ofen mit Wärmespeichersteinen. Eine kurzzeitige Luftanfeuchtung mit Aromabeigabe wird durch Aufguss auf die heißen Ofensteine erzielt. Die für den Kreislauf, die psychische Entspannung und gesundheitliche Vorsorge so förderlichen Effekte werden bei der Sauna durch die nachträgliche rasche Abkühlung des Körpers mit kaltem Wasser und durch die anschließende Ruhepause erreicht.

Modernes Warmluftbad
Einraumbad mit einer Temperatur von 50 – 55° C und ca. 50 % relative Luftfeuchte. Der Baderaum besteht aus hölzernen Wänden und Decke oder aus massiv gebauten und mit Keramik, Fliesen oder Marmor belegten Raumteilen. Der Baderaum verfügt über 1 bis 3 Stufenbänke. Neben dem Heizgerät ist ein Wasserverdampfer zur Klimaerzeugung vorhanden. Dies gibt es auch als Kombinationsgerät für Sauna- und Dampfbadbetrieb.

Türkisches Bad: Hamam
Ein Mehrraumbad mit einem Warmluftraum (40° C) und einem oder zwei Heißlufträumen (50° C), die eine hohe Luftfeuchtigkeit (jedoch keine Nebelbildung) haben. Der Warmluftraum enthält auch einen warmen steinernen Massagetisch. Dieser wird über eine Fußbodenheizung erwärmt.

Tepidarium
Im Tepidarium herrschen lauwarme Temperaturen bei geringer Luftfeuchte, die durch Strahlungswärme (Wandtemperatur 30° C) erzielt werden. Eine Wandheizung sorgt für allseitig gleiche Wärmestrahlung. Dadurch wird im Körper "künstliches Fieber" erzeugt, wodurch die eigenen Heilungs- und Abwehrkräfte aktiviert werden.

Caldarium
Das Caldarium ist ein Warmluftraum ähnlich dem Tepidarium, nur liegen die Temperaturen bei 45 – 50° C und etwa 50 – 60 % relativer Luftfeuchte. Moderne Thermen bieten mehrere Funktionen wie Tepidarium, Caldarium und Dampfbad in einem Raum, wobei das Raumklima dann auch mit entsprechenden Essenzen und Aromen angereichert werden kann.

Badeformen mit verändertem Raumklima

Die Anfeuchtung des Saunaraumes und seine Aromatisierung mittels des Aufgusses gehört in Deutschland zum Saunabaden. Bei den neuen Warmluftbädern beschränkt man sich aber nicht nur auf den gelegentlichen Dampfstoß, sondern ermöglicht technisch eine permanente Verdampfung von Wasser und Duftzusätzen, wobei der Duft sowohl die Gesundheit als auch die allgemeine Stimmung der Badegäste positiv beeinflussen soll.

Verbunden mit Raumtemperaturen zwischen 50 bis 60° C geht der Trend immer mehr zu Badevariationen, die vom typischen Raumklima der Sauna abweichen. Zusätzlich kommen in diesen Baderäumen farbliche Effekt zum Einsatz. Man weiß heute, dass der Mensch grade im unbekleideten Zustand auch Farbimpulse über die Haut aufnimmt und so sein Wohlbefinden fördern kann. Dies lässt sich durch verschiedenfarbige Innenausleuchtung des Baderaumes bzw. der Sauna beeinflussen.

Der Trend geht eindeutig hin zu mehr Gesundheit, mehr Erholung und Entspannung. Von der Raumgestaltung über das Raumklima bis hin zur Versorgung des Nutzers mit Rein-Sauerstoff und der Beschallung mit entspannender Musik sind den Wünschen der Kunden heute kaum Grenzen gesetzt.

 

 


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04.02.2012