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Becken- und Wassertechnik
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Beton-Pool aus Fertigteilen
Eigentlich wollte Martin Traub nur für sich einen Pool bauen
lassen. Mittlerweile hat er aber ein eigenes Verfahren zum Bau
von Beton-Pools entwickelt – und zum Patent angemeldet.

Im Bereich der Messearchitektur ist Martin Traub seit rund 25
Jahren erfolgreich und hat sich unter anderem durch selbst
entwickelte Tragwerksysteme einen Namen gemacht.
Dass er jetzt auch ein eigenes Verfahren zum Bau von
Beton-Pools ausgetüftelt hat, mag also an der Tüftelleidenschaft
des Familienvaters liegen, der „eigentlich nur einen Pool für
die Kinder“ haben wollte. In seinem Garten wartet er nun also
auf den letzten Schliff im Frühjahr – der erste „3-in-1-Pool“,
wie Traub seine Erfindung genannt hat. Und der Name ist hier
Programm: Denn in den 36 Zentimeter tiefen, innen hohlen
Seitenwänden des Pools sind die Überlaufrinne und der
Schwallwasserbehälter bereits fest integriert.
Das funktioniert so: Das verdrängte Beckenwasser läuft über
eine Edelstahlkante in einen rund drei Zentimeter breiten
Schlitz – und von dort an den Innenseiten der Wände herunter
direkt über ein Fallrohr in den Schwallwasserbehälter. Als
Abdeckung für den Hohlraum fungiert eine Edelstahlkonstruktion,
die mit dem jeweiligen Umrandungsbelag beklebt wird.
Der Clou dabei: Die Seitenwände werden in einem
güteüberwachten Werk für Betonfertigteile aus
wasserundurchlässigem Beton produziert und inklusive aller
Einbauteile montagefertig auf die Baustelle geliefert.
Vor Ort stellt der Bautrupp die Wände auf die Bodenplatte,
nivelliert sie am Stück und füllt sie von unten her circa 50
Zentimeter hoch mit Ortbeton auf.
„Der Beton läuft dabei auch zwischen die Kanten der Seitenwände
sowie zwischen Bodenplatte und Seitenwände. Spezielle
Polymer-Bänder, die mit einbetoniert werden, dichten die
Verbindungsstellen zusätzlich ab,“ erläutert Traub die
Konstruktion. Im Falle seines Pools verzichtet er sogar aus
optischen Gründen auf eine zusätzliche Auskleidung des Beckens
und lässt ihn als ganz puristischen Sichtbeton-Pool fertig
stellen. „Natürlich kann man das Becken aber auch mit Folie,
Fliesen oder einem Edelstahlblech auskleiden“, erklärt Traub.
Bevor der Pool mit Erdreich angefüllt wird, erhält er als
zusätzliche Isolierung eine zehn Zentimeter starke
Perimeter-Dämmung und eine Noppenfolie.
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| Die Seitenwände
kommen einbaufertig aus dem Betonwerk auf die Baustelle
und schweben mit dem Kran ... |
... auf die Bodenplatte aus Ortbeton, wo
sie der Bautrupp ausrichtet, miteinander verbindet und
mit Beton verfüllt. |
Der Hohlraum zwischen Innen- und Außenschale der
Seitenwände ist mit einer Edelstahlkonstruktion
abgedeckt. |
Quellen:
www.traub-concept.de
Schwimmbad
& Sauna, Ausgabe 3/4 2009
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