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MAGAZIN |
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Schwimmhallen |
Das eigene Innenschwimmbad als häusliche Freizeitoase
Fit for Fun liegt in unserer gesundheitsbewussten Gesellschaft
derzeit voll im Freizeittrend. Daher trifft die Zauberformel Wellness"
als moderner Wortbegriff für Rekreation zur Steigerung der
Lebensqualität voll den herrschenden Zeitgeist.
Wellness ist nicht, wie man auf den ersten Blick meinen könnte,
eine neumodische Wortschöpfung, sondern definiert sich bereits
seit Jahrhunderten als ein Zustand vitalen Wohlbefindens.
In Amerika hat man diese Entwicklung aus nicht ganz
uneigennützigen Motiven längst in die Geschäftspolitik mit
einbezogen. Um die ständig steigenden Krankenversicherungskosten
zurückzufahren, investiert man dort seit Jahren sehr erfolgreich
in die Wellness-Gesundheitsvorsorge.
Moderne medizinische Erkenntnisse haben nämlich bestätigt, dass
sich zur Steigerung des Wohlgefühls die polaren Kräfte von
Spannung und Entspannung im harmonischen Gleichgewicht befinden
sollen, d. h. der Mensch im Einklang mit sich selbst.
Folglich ist die Passiv-Phase für das gesundheitliche
Wohlbefinden genauso wichtig wie die Aktiv-Phase, d. h., die
Balance zwischen positivem Stress und harmonischer Entspannung
muss stimmen.
Eintauchen ins Wohlgefühl
Eine sinnvolle Körperertüchtigung mit individueller Entspannung
und Erholung in vertrauter Umgebung lassen sich zweifelsohne im
eigenen maßgeschneiderten Schwimmbad in hervorragender Weise
erreichen. Vor diesem Hintergrund hat es in den letzten Jahren
eine außergewöhnliche positive Entwicklung im gesamten
Schwimmbadbereich gegeben.
Statt der in der Vergangenheit üblichen primär funktionalen
Badeanstalten" mit totem Wasser zum reinen aktiven
Bahnenschwimmen gibt es nach dem Motto Raus aus dem Muff der 80er
Jahre" heute attraktiv gestaltete Bade-Refugien als
repräsentativen Familien- und Bekanntentreff sowohl zum aktiven,
als auch passiven Pool-Wohlfühlen". Moderne freizeitgerechte
Schwimmbäder werden heute in Verbindung mit anspruchsvollem
Ambiente als fester Kommunikationsbestandteil harmonisch in den
häuslichen Wohnbereich integriert, so dass die Badkultur
gleichzeitig auch Wohnkultur bedeutet.
Diese neue Entwicklung hin zu einer ästhetischen Raumgestaltung
und sinnvoller Nutzung optimierter Technologien erfordert
allerdings von den beteiligten Planern und Fachfirmen nicht nur
umfangreiches Spezialwissen, sondern darüber hinaus auch
gewerkeübergreifende Fachkenntnisse. In den heute üblichen
Niedrigenergie-Schwimmhallen ist er Einsatz von
Energiespartechnologien inzwischen allgemeiner anerkannter Stand
der Technik. Moderne Schwimmbadanlagen erfüllen nicht nur die an
sie gestellten Anforderungen hinsichtlich der Qualität,
Funktionalität und Design, sondern leisten gleichzeitig auch
aufgrund optimierter Technologie ihren ökologischen Beitrag zum
ressourcenschonenden Umweltschutz.
Die Gebäude-Integrierung der Schwimmhalle einschl. Technikraum
bereitet aufgrund der zur Verfügung stehenden architektonischen
und werkstofftechnischen Möglichkeiten in der Regel keinerlei
Probleme. Wie die im Beitrag gezeigten hervorragend gelungenen
Schwimmbad-Beispiele eindrucksvoll dokumentieren, ist es heute
auch durchaus möglich, freizeitgerechte Schwimmhallen so im
Kellerbereich einzuplanen, dass sie alle ästhetischen und
funktionellen Wünsche optimal erfüllen.
Befindet sich das Schwimmbad im Untergeschoss, sollte man
trotzdem versuchen, natürliches Licht, bzw. Sonne in die
Schwimmhalle zu bekommen. Dieses lässt sich z. B. bei einer
Hanglage, bzw. durch eine abgesenkte Terrasse, möglichst mit
Blickkontakt in die Gartenlandschaft, problemlos erreichen.
Im Gegensatz dazu haben sich Dach-Verglasungen nicht bewährt,
weil sie stark zur Kondensatbildung neigen und daher viel Aufwand
nötig ist, dies durch Beschleierung mit warmer Luft zu
verhindern.
Sprechen jedoch die baulichen Gegebenheiten partout dagegen,
gibt es als Problemlöser die sogenannte Trompe LOeil-Kunst. Mit
Hilfe meisterhaft gestalteter Illusionsmalkunst in Decken- und
Wandbereichen lassen sich perfekt inszenierte Raumillusionen
täuschend echt realisieren, um auch fensterlosen Schwimmhallen
eine optisch attraktive Großzügigkeit zu verleihen. Darüber hinaus
gibt es phantasievolles Raum-Ambiente sowie hochwertige
Accessoires, wie z. B. exklusives Ausstattungs-Mobiliar, optisch
reizvolle Lackspann-Decken, Hightech"-Beleuchtungseffekte und
akustische Beschallung, sowie audiovisuelles Entertainment zur
Steigerung des Wohlbefindens.
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Optimale Dämmung und Feuchteschutz
Schwimmhallen sind in punkto Baukonstruktion grundsätzlich
anders zu betrachten als die übrigen Räumlichkeiten. Um
Gebäudeschäden und/oder unnötige Energievergeudung zu verhindern,
ist eine sorgfältige Planung hinsichtlich des Wärme- und
Feuchteschutzes unerlässlich.
Da Schwimmhallenluft gegenüber normaler Raumluft etwa doppelt
so viel Feuchte pro m³ enthält, ist durch bauphysikalische
Maßnahmen sicherzustellen, dass die Oberflächentemperatur von
Schwimmhallenwänden bis ca. 10° C Außentemperatur mindestens 23°
C beträgt. Bei Unterschreitung dieser Taupunkttemperatur bildet
sich nämlich Bausubstanz schädigendes Kondensat, welches unter
allen Umständen verhindert werden muss. Im engen Zusammenhang mit
dieser Problematik steht auch die sogenannte Dampfdiffusion.
Damit der in der Baukonstruktion befindliche Wasserdampf die
Luftgrenzschichten in den Bauteilen schadlos von innen nach außen
durchdringen kann, darf innerhalb des Wand- oder Dachaufbaus keine
Taupunktunterschreitung mit Kondenswasserbildung durch evtl.
Wärmebrücken oder falsch gewählte Bauteile stattfinden. Der
Wärmestrom durch die Bauteile definiert sich als U-Wert.
Je kleiner der U-Wert ist, desto besser ist der
gebäudetechnische Wärmeschutz. Die empirischen
Wärmedämm-Grenzwerte betragen derzeit bei Außenwänden ca. U = 0,3
W/m²K und bei Dächern ca. 0,20
W/m²K.
Ob eine Dampfsperre notwendig ist, lässt sich aufgrund einer
bauphysikalischen Berechnung nach DIN 4108 ermitteln. Beim Einbau
einer Dampfsperre ist wichtig, dass keine Taupunktunterschreitung
auf der Rauminnenseite bzw. der Innenluft auftritt. Mit anderen
Worten muss der Diffusionswiderstand der Wand von innen nach außen
(in Richtung fallender Temperatur) abnehmen und der
Wärmedurchgangswiderstand zu nehmen.
Bei der heute üblichen Wärmedämmung kann man im Mittel als
Energiekostenrichtwert für Transmissionswärmeverluste in
Privatschwimmhallen pro Tag ca. 3,-- € ansetzen.
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Richtige Hallenklimatisierung
In privaten Schwimmhallen liegen die Klimaparameter bei 27° C
Wassertemperatur, 30° C Lufttemperatur und ca. 60% relativer
Raumluftfeuchte.
Zur Steigerung des Behaglichkeitsgefühls verwendet man häufig
bei größeren Beckenumgangsflächen eine zusätzliche
Niedertemperatur-Fußbodenheizung zur Temperierung des
Bodenbereiches.
Die Hallenbeheizung kann sowohl über eine statische Heizung mit
Hilfe von Radiatoren, Heizplatten, bzw. Über- oder
Unterflur-Radiatoren erfolgen, sowie über eine Luftheizung in
Verbindung mit der Raumluft-Entfeuchtung. Die Luftgeschwindigkeit
sollte im Aufenthaltsbereich von Personen 0,1 bis 0,2 m/s nicht
überschreiten. Des weiteren ist die Luftströmung möglichst nicht
unmittelbar über die Wasserfläche zu führen, damit die
verdunstungshemmende Wasser-Luft-Grenzschicht als sogenannte
Feuchtigkeits-Dunstglocke nicht unnötig gestört wird.
Die Beckenwasserverdunstung ist u. a. auch abhängig von der
Temperaturdifferenz zwischen Beckenwasser und Luft und sollte
daher mindestens 2° K betragen, d. h. die Lufttemperatur sollte ³
2° C höher als die Wassertemperatur sein. Des weiteren ist auch
die Höhenlage der Beckenwasserfläche relevant, da die Verdunstung
im Ruhezustand in Verbindung mit einer hoch angeordneten
Wasserfläche z. B. bei einer Wiesbadener oder Finnischer Rinne
gegenüber einer tieferliegenden Wasserfläche wie z. B. bei
Skimmer-Anlagen doppelt so hoch ist (siehe auch Eckwerte).
Die Verdunstung lässt sich darüber hinaus selbstverständlich
auch durch den Einbau einer geeigneten Schwimmbadabdeckung wirksam
minimieren. Die Luftentfeuchtung kann über zentral angeordnete
Entfeuchtungstruhen erfolgen, die entweder sichtbar in der
Schwimmhalle stehen oder direkt hinter einer Schwimmhallenwand
angeordnet sind. Die ästhetisch optimalste Lösung ist zweifelsohne
ein dezentrales Entfeuchtungsgerät mit Kanalsystem, was allerdings
auch die höchsten Investitionskosten erfordert, wobei auch die
Optik eine mit entscheidende Rolle spielt.
Bei Kanalsystemen erfolgt die Hallenbeheizung in der Regel mit
über die Lüftung. Die Zulufteintritte ordnet man sinnvoll als
schmale Fußbodenschienen vor kühlen Flächen, z. B. Fenstern o. ä.
an und die Absaugung sollte sich gegenüberliegend im Deckenbereich
befinden.
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Funktionssichere Schwimmbeckenkonstruktion
Im Schwimmbeckenbereich gibt es nicht nur eine Vielzahl
verschiedenster Werkstoffe, Systeme, Formen und Farben, sondern
auch die unterschiedlichsten Preiskategorien.
Bevor man sich jedoch auf eine Schwimmbecken-Variante festlegt,
ist generell zu klären, ob das Becken ein sehr ästhetisches, dafür
aber kostenaufwendiges Überlaufrinnensystem in Beckenumgangshöhe
haben soll, oder ob die preisgünstigere Lösung mittels
Oberflächenreiniger bzw. Skimmer gewünscht wird. Denn neben den
höheren Kosten benötigt das Überlaufrinnensystem aufgrund des
erforderlichen Überlaufrinnen-Wasserspeichers auch einen erheblich
größeren Bauaufwand.
Zurück zum Schwimmbecken selbst. Bei Kunststoff-Schwimmbecken
kommt es neben der Werkstoffqualität und der Verarbeitung auch auf
die bauseits zu erbringenden Leistungen an. Denn die sogenannten
verdeckten Kosten sind häufig sehr aufwendig und von daher auch
kein zu vernachlässigender Investitionsfaktor. Bei gefliesten
Stahlbetonbecken ist generell zu berücksichtigen, dass die
Beckenkonstruktion keine direkte Verbindung mit dem Baukörper hat.
Darüber hinaus ist es sinnvoll, einen umlaufenden Montagegang oder
Kriechkanal vorzusehen. Denn diese zusätzliche Baumaßnahme
verursacht keine gravierenden Mehrkosten, bietet jedoch den
entscheidenden Vorteil, dass man sowohl das Becken selbst, als
auch die Verrohrung jederzeit auf Dichtigkeit kontrollieren kann.
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Filtertechnik vom Feinsten
Da die Schwimmbad-Filteranlage das Herzstück der
Wasseraufbereitung ist, sollte man folglich auch nicht am
verkehrten Ende sparen. Denn
- steht der Investitions-Kostenfaktor in keiner Relation zu
den Gesamtbaukosten
- mit einer optimalen Filterung reduziert sich automatisch
auch der Verbrauch von Wasser, Energie, sowie von Chemikalien
- richtige Filterkonzeptionen sind gleichzeitig ein
effizienter Umwelt-Schutzfaktor.
Mit sogenannten Mini-Billig-Filtern oder treffender
Filter-Überraschungseiern ist keine fachgerechte
Beckenwasser-Aufbereitung hinsichtlich der vorstehenden Parameter
möglich.
Optimale
Ein- und Mehrschicht-Filteranlagen erfüllen folgende Kriterien:
- Filtergeschwindigkeit: max. 50 m/h
- Filterschichthöhe: mind. 1,00 m
- Filterleistung: Beckenwasserumwälzung innerhalb von 5 Stunden
- Filterwerkstoff: korrosions- und chemikalienbeständig
- Als Werkstoffe kommen Polypropylen, glasfaserverstärktes
Polyester (GFK) und polierter Edelstahl Nr. 1.4571 (V4A) zum
Einsatz
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Chemische Beckenwasseraufbereitung
Die chemische Beckenwasserdesinfektion ist sowohl auf der Basis
von Chlor möglich, als auch mit chlorfreien Alternativprodukten.
Im Privat-Schwimmbadbereich verwendet man zur Desinfektion des
Beckenwassers Chlor in fester und flüssiger Form. Feste
Chlorpräparate gibt es als Granulat oder Langzeit-Tabletten mit
60-90% aktivem Chlor auf der Basis von organischem oder
anorganischem Chlor. Organische Produkte sind allerdings nicht für
eine amperometrische Mess- und Regelungsautomatik geeignet, da sie
die Messwerte verfälschen.
Flüssige Chlorprodukte sind als handelsübliches
Natriumhypochlorit mit 13% (150 g/l) Aktivchlor erhältlich. Der
Aktivchlorgehalt verringert sich durch Umgebungseinflüsse wie
Licht, Wärme etc. um ca. 1 g pro Liter.
Die Chlorlauge lässt sich auch direkt am Verwendungsort
elektrolytisch aus Kochsalz bzw. Salzlösung mit Hilfe einer
vollautomatischen Chlor-Elektrolyseanlage herstellen. Es gibt auch
eine sogenannte Direkt-Elektrolyse in Verbindung mit ca. 0,3 %
Salzgehalt im Beckenwasser, wobei die Korrosion zu beachten ist.
Will man allerdings auf bewährte Chlorpräparate gänzlich
verzichten und statt dessen z. B. die Aktivsauerstoff-Methode als
Desinfektionsmittel verwenden, muss man sich über daraus evtl.
resultierende Folgen im klaren sein, denn jedes Verfahren hat
bekanntlich Vor- und Nachteile. Sogenannte weiche" Verfahren
erfordern in der Regel eine optimale Beckenhydraulik, eine
effiziente Filterung sowie eine pH-Wert-Regulierung in Verbindung
mit Algezidzusätze etc.
Bei der chemischen Beckenwasser-Aufbereitung ist grundsätzlich
auch der pH-Wert zu beachten. Dieser soll im Bereich von 7,0 bis
7,2 liegen und ist gegebenenfalls mit pH-Senker zu korrigieren.
Bei chemiefreien sogenannten physikalischen
Beckenwasser-Desinfektionsverfahren, z. B. auf der Basis von
UV-Bestrahlung, Ozonierung o. ä. hat das Beckenwasser keine oder
nur eine sehr geringe Depotwirkung, d. h., es fehlt sowohl die
Desinfektions- als auch die Algezidwirkung im Beckenwasser selbst.
Folglich ist zu bedenken, ob es nicht doch sinnvoll ist, eine
Kombination mit einer geringen Zusatzdosierung von chemischen
Desinfektionsmitteln zu wählen.
Zur Automatisierung der physikalischen und chemischen
Beckenwasseraufbereitung gibt es handelsübliche
mikroprozessorgesteuerte Mess- und Regelanlagen auch mit
kompatiblen Schnittstellen für dezentrale Daten-Fernübertragung.
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Beckenwassererwärmung
Im Zusammenhang mit der Beckenwassererwärmung folgender
wichtiger Hinweis: Die Gebäude-Heizkesselgröße darf nicht aufgrund
der Schwimmbeckenbeheizung erhöht werden. Diese gesetzliche
Energieeinsparungs-Forderung hat in der Regel jedoch keine
Auswirkungen auf die normale Schwimmbeckenwasser-Nacherwärmung,
sondern es verlängert sich, wenn überhaupt, dann lediglich die
Erstaufheizungszeit.
Die Leistung des Wärmetauschers richtet sich nach der zur
Verfügung stehenden primärseitigen Heizmitteltemperatur und der
Temperaturdifferenz zwischen dem Füll- und Schwimmbeckenwasser in
Abhängigkeit zur Aufheizzeit, die in der Regel 1-2 Tage beträgt.
Der Metall-Wärmetauscher sollte primärseitig (Heizung) einen
Betriebsdruck von mind. 10 bar haben und sekundärseitig
(Schwimmbadwasser) mind. 3 bar. Die Werkstoff-Qualität der mit dem
Schwimmbeckenwasser in Berührung kommenden Teile ist bei Edelstahl
mind. 1.4571 (V4A) und bei salz- und solehaltigem Beckenwasser, z.
B. Meerwasser ist der Werkstoff Titan notwendig. Seit Jahrzehnten
haben sich verkalkungssichere aus Edelstahl (V4A) in der Praxis bewährt, da dieses
Wärmeübertragungsprinzip folgende Vorteile bietet:
- Korrosionssicher
- Druck- und temperaturbeständig
- Absolut verkalkungssicher
- Antibakteriell
- Energieoptimiert
- Geringer Systemwiderstand sowohl sekundär als auch primär
- Direkter Systemdurchfluss möglich
- Anschlussmöglichkeiten an alle Energie- und Mediumarten
- Keine Heizmedium berührten Kunststoffteile
Die Größenbestimmung eines Schwimmbad-Wärmetauschers erfolgt in
der Regel nach der Aufheizzeit. Diese beträgt im
Privatschwimmbadbereich in Abhängigkeit der Heizkesselleistung ca.
1-2 Tage.
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Berechnungsbeispiel für Wärmetauscher
Technische Daten:
| Beckengröße: |
8 m x 4 m x 1,35 m = 43,2 m³ |
| Füllwassertemperatur: |
10°C |
| Beckenwassertemperatur: |
25°C |
| Aufheizzeit: |
24 Stunden (1 Tag) |
Vereinfachte Berechnung der Wärmetauschergröße ohne
Berücksichtigung der Beckenwasserabkühlung
Formel: Q = [ A * (Tw - Tk) * Cpw ] / Z
Q = Wärmetauscherleistung (kW)
A = Beckeninhalt (m³)
Tw = Beckenwassertemperatur (°C)
Tk = Füllwassertemperatur (°C)
Z = Aufheizzeit (Stunden)
Cpw = Spezifische Wärmekapazität von Wasser (Wh / kg K)
Q = [ 43,2 * (25 - 10) * 1,16 ] / 24 = 31,32 kW
Wärmetauscherleistung » 32 kW
Es gibt diese Wärmetauscher auch als anschlussfertige
Kompakteinheit mit integrierter Temperaturregelung, Umwälzpumpe
usw. Im Hinblick auf die umweltschonende Solarnutzung bietet sich
für Freibecken der Einsatz von sogenannten Absorbern an. Mit
diesen kostengünstigen und problemlos zu installierenden
Kunststoff-Solarmatten lassen sich energiesparend mit geringen
Investitionskosten d. h. bei sinnvollem Preis-Leistungs-Verhältnis
die Vor- und Nachsaison ressourcenschonend verlängern.
Die immer aktueller werdende ökologische Solarnutzung zur
Brauchwassererwärmung mittels Hochleistungskollektoren kommt
automatisch auch der Schwimmbadwassererwärmung zugute. Denn mit
Hilfe einer entsprechenden Vorrang-Regelung erfolgt die
Beckenwasser-Nacherwärmung primär über Solarwärme und nachrangig
über die statische Kesselbeheizung. Wichtig ist allerdings die richtige Bestimmung der
Wärmetauscherleistung, da aufgrund der geringen Heiztemperatur
eine entsprechend große Wärmetauscher-Heizfläche notwendig ist.
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Wasserattraktion zum Pool-Wohlfühlen
Wasser-Attraktionen sind heute im modernen Schwimmbadbau nicht
mehr wegzudenken. So gibt es auch für den Privat-Schwimmbadbereich
immer wieder neue Wasserbewegungstechnologien, wie z. B.
Gegenstromschwimmanlagen, Unterwassermassagen,
Nackenschwallbrausen, Luftbodensprudler, Wasserfallgrotten,
Strömungskanäle, Luftsprudelliegen usw.
Um den Wasserattraktionseffekt noch zu steigern, besteht die
Möglichkeit, sogenannte Sitzrotunden zusätzlich in das
Schwimmbecken zu integrieren. Aus Sicherheitsgründen müssen die
Ansaugungen der Wasserattraktionsanlagen so konzipiert sein, dass
keine Unfallgefahr aufgrund unzulässiger Ansaugkräfte besteht. Um
einer unhygienischen Aufkeimung in Wasser-Attraktionssystemen
entgegen zu wirken, sind entsprechende Vorkehrungen zu treffen, z.
B. der Einbau von zeitabhängig gesteuerten Zwangsschaltungen o. ä.
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Whirl-Pool zur Attraktionssteigerung
Whirl-Pools sind nach wie vor eine der beliebtesten
Wellness-Einrichtungen. Daher werden sie auch im privaten
Schwimmbadbereich immer häufiger als attraktive Zusatzeinrichtung
eingebaut. Die Whirl-Pools gibt es ebenso wie die
Kunststoff-Schwimmbecken in allen erdenklichen
Variationsmöglichkeiten und Preisklassen, mit attraktiver
Überlaufrinne oder in kostengünstiger Skimmertechnik.
Bei der Wasseraufbereitung besteht neben der Insellösung mit
separater Filteranlage auch die Möglichkeit des Direktanschlusses
an die bereits vorhandene Schwimmbadwasseraufbereitung. Über
entsprechende Armaturenschaltung ist kurzfristig eine problemlose
Whirl-Pool-Nutzung möglich.
Da es auch bei Whirl-Pools erhebliche Qualitätsunterschiede
gibt, sollte man u. a. darauf achten, dass die Becken nicht
instabil sind, und so installiert werden, dass man jederzeit zu
Reparaturzwecken problemlos an die in der Regel sehr aufwendige
Wasserattraktions-Verrohrung herankommt.
Hinsichtlich der System-Verkeimungsgefahr gelten sinngemäß die
Hygiene-Hinweise, wie bereits im Schwimmbadbereich ausführlich
beschrieben.
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Sauna und Dampfbad als harmonische Symbiose
Ein traumhaft schönes Wellnessforum lässt sich mit einer Sauna
und/oder Dampfbad in hervorragender Weise harmonisch abrunden.
Moderne Saunen sind heute jedoch keine sterilen Schwitzkästen mehr
wie früher, sondern eine heiße Lebenslust, um sich in
stimmungsvoller Atmosphäre von den Schlacken des Alltags zu
befreien. Die neue Sauna-Generation bietet dem anspruchsvollen
Bauherrn maßgeschneiderte Unikate sowohl in Gestaltung und Form,
als auch hinsichtlich abwechslungsreichem Ambiente.
So gibt es die behaglichen Schwitzstuben mit stimmungsvollen
Farblicht-Eleminierungseffekten, aktivierender
Sauerstoff-Zusatzbeatmung, phantasiebeflügelnder von der Natur
eingefangener Geräuschkulisse und assoziierenden Lichtmodulationen
mit variantenreich fließendem Wasser. Ein heißer Tipp:
Multifunktionale Saunarien. Sie vereinigen nämlich gleichzeitig
die verschiedensten Badeformen, wahlweise von wüstenheiß über
würzig warm bis tropisch feucht. Wer die Natur pur liebt,
integriert eine Massivholz-Blockhaus-Sauna in typisch
skandinavischem Outfit mit begrüntem Ökodach harmonisch in die
Gartenlandschaft.
Um den exquisiten Warmbadegenuss als Vollbad der Sinne zu
genießen, hat man die berühmte römische
Hypokausten-Strahlungsheizung wieder neu entdeckt und mit
zeitgemäßer modernster Technik kultiviert", und anschließend in
kunstvoller handgefertigter Keramik-Architektur verpackt.
Im beeindruckenden wunderschönen Warmbadezentrum mit römischem
Flair gibt es, umgeben von Atmosphäre schaffender Schmuck-Keramik,
ein prunkvolles Caldarium mit ergonomisch gefliesten Sitzbänken
und einem den ganzen Raum gleichmäßig erwärmenden
Strahlungs-Temperaturniveau von ca. 45° C. Das anschließende
Laconium hat zum entspannten Warmliegen und entspannenden
Schwitzen eine ca. 65° C konstante Umgebungswärme. Die
gesundheitsfördernde und zugleich sehr angenehm wirkende
Strahlungsheizung besteht aus mehreren zentral geregelten
Kunststoffrohr-Heizregistern, die sich unter der dekorativen
Wand-, Boden- und bisweilen auch Beckenverfliesung befinden.
Wer osmanische Dampfbad-Atmosphäre mit mediterranem
Flower-Power-Feeling wünscht, den erwartet eine individuell
gestaltete Aromagrotten mit verführerisch betörenden Duftessenzen
aus ätherischen Ölen inmitten stimmungsvoller orientalischer
Interien. Zum obligatorischen Abkühlritual begibt man sich ins
exklusive Schneckentauchbecken und anschließend zur maßlosen
Wasservöllerei in den Kaltgussbereich hochgerüstet mit
Schwallbrause, Kneipp-Schlauch sowie diversen Erlebnisduschen.
Damit keiner die Sonne verpasst, gibts moderne ergonomische
Solarien mit gesundheitsförderndem Sonnenschein auf Bestellung.
Als krönenden Entspannungs-Abschluss warten im abgeschirmten
Raum der Stille (römisch Tepidarium) wahlweise wohltemperierte
Wasserbetten zum sinnebeflügelnden Entschweben oder bequeme
Wärmetherapie-Relaxliegen in edlem Fliesen-Design als
Streicheleinheit für Körper und Geist.
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Resümee
Um den ganzheitlichen Gesundheitsgedanken vom persönlichen
Wohlbefinden in der eigenen traumhaft schönen Wellness-Oase zu
realisieren, bietet die Industrie eine Fülle hochinteressanter
Anregungen und Problemlösungen. So kurzlebig die jeweiligen
Mode-Trends in den einzelnen Branchen auch sein mögen, guter
Geschmack in kreativer Symbiose mit optimierter Qualitäts-Technik
hat immer Bestand und die Kraft, auch viele Jahre zu überdauern,
ohne die typischen Zeitgeist-Verschleißerscheinungen.
Kosten-Nutzen-Relationen sind nicht direkt messbar, da primär
das gesundheitliche Wohlbefinden im Vordergrund steht. Trotzdem
bestätigt die Praxis immer wieder recht eindrucksvoll, dass die
Planung und Ausführung gelungener Badelandschaften nicht nur eine
Frage der Kosten, sondern weitgehend auch eine Frage des Know-hows
ist:
Autor: Christoph Saunus
Literatur: Christoph
Saunus, Planung von Schwimmbädern,
Krammer-Verlag, Düsseldorf
Zum Finden der geeignetsten Fachfirmen empfiehlt sich der Fachpartner-Service
der Firma ISO - GmbH.
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