|
 |
MAGAZIN |
 |
 |
Schwimmhallen |
Luftentfeuchtung in der Schwimmhalle
Wenn es in der Schwimmhalle zu feucht wird.
Durch Verdunstung gibt das Schwimmbecken ständig Wasser an die
Hallenluft ab. Bei einer Beckenoberfläche von 32 m² (8 x 4m) sind
es bereits 60 Liter am Tag. Schon diese Wasserdampfmenge enthält
eine Wärme von 41 kWh. Bei Badebetrieb erhöht sich die Verdunstung
um ein Vielfaches; schnell wird es in der Schwimmhalle zu feucht.
Und das kann unangenehme Folgen haben: Zu hohe Luftfeuchtigkeit
greift langfristig die Bausubstanz an, belastet den Kreislauf und
stört das Wohlbefinden. Deswegen gibt es folgende Richtwerte:
Wasser 25° - 28° C, Luft 27° - 30° C, relative Luftfeuchtigkeit 55
65%. Wichtig: Wird die Temperaturdifferenz zwischen Wasser und
Luft verringert oder die Lufttemperatur unter Wassertemperatur
abgesenkt (z.B. bei Therapiebädern), dann steigt die Verdunstung
erheblich.
Wohin mit der Feuchtigkeit?
Am einfachsten ist es, die überfeuchtete Luft nach draußen zu
blasen und frische, trockene Luft hereinzulassen. Das aber hat
drei Nachteile: Die Außenluft ist nicht immer so trocken wie fürs
Entfeuchten erforderlich und für das Wohlbefinden zuträglich. Und
die frische Luft muss während der meisten Zeit des Jahres
aufgeheizt werden im Winter oft von 10° auf +30° C. Doch kaum
aufgewärmt, wird sie schon wieder hinausgeblasen weil sie zu
feucht ist. Das alles kostet Geld. Geld, das auch gespart werden
kann, wenn die bereits aufgewärmte Luft in der Halle bleibt. Die
Formel heißt: Schwimmhallenentfeuchtung mit
Wärmerückgewinnung. Wenn die feuchte Luft beim Umwälzen
entfeuchtet wird, wird Wärme frei, die zur Beheizung der
Hallenluft genutzt wird. Die Heizkosten werden erheblich
reduziert.
Und das geht so:
-
Die
warme, feuchte Schwimmhallenluft wird von einem Ventilator durch
einen Luftkühler (Verdampfer) angesaugt.
- Dabei wird sie soweit abgekühlt, dass der Taupunkt
unterschritten wird und die Feuchtigkeit aus der Luft
kondensiert.
- Das Kondensat läuft über den Tauwasserablauf in die
Kanalisation.
- Die der Luft im Verdampfer entzogene Wärme wird von einem
Medium aufgenommen; dieses wird vom Verdichter angesaugt und
komprimiert.
- Durch die Verdichtung überträgt sich die Motorwärme auf das
Medium die Temperatur steigt erheblich.
- Dieses Medium wird nun als heißes Gas in den Lufterhitzer (Verflüssiger)
gedrückt und dort bei ca. +50° C wieder verflüssigt.
- Dabei gibt es seine Wärme an die durchströmende entfeuchtete
Luft ab, die nun warm und trocken in die Schwimmhalle
eingeblasen wird.
Quelle: KVS-Klimatechnik
|